Wer er sich fragt, warum in bestimmten Berufen oft „der gleiche Typ Mensch“ arbeitet, bekommt jetzt eine fundierte wissenschaftliche Antwort: Eine neue Studie der Universität Mannheim zeigt, dass Persönlichkeit und Berufswahl eng miteinander verknüpft sind – und dass sich diese Beziehung über die Zeit verstärkt. Die Mannheimer Forschenden Dr. Claudia Rossetti, Dr. Katja Dlouhy und Prof. Dr. Torsten Biemann, Inhaber des Lehrstuhls für Personalmanagement und Führung, haben auf Basis von Langzeitdaten aus dem Sozio-Ökonomischen Panel untersucht, wie sich Persönlichkeitsmerkmale und Berufswahl gegenseitig beeinflussen. Danach wählen Menschen mit ähnlichen Persönlichkeitsmerkmalen häufig ähnliche Berufe. Die so genannten Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale – Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und emotionale Stabilität – ähneln sich innerhalb von Berufsgruppen stärker als zwischen den Berufsgruppen. Zum Beispiel weisen Ärzt:innen und Pharmakolog:innen, die in ähnlichen Berufen arbeiten, oft ähnliche Persönlichkeitsprofile auf. Je länger zudem eine Person in einem Beruf tätig ist, desto mehr nähern sich ihre Persönlichkeitsmerkmale im Laufe der Zeit denen ihrer Kolleg:innen an. Eine weitere Erkenntnis der Studie: Wer mit Menschen arbeitet, deren typische Persönlichkeitsstruktur stark von der eigenen abweicht, wechselt den Beruf mit höherer Wahrscheinlichkeit. Persönlichkeitsunterschiede führen daher häufiger zum Berufswechsel. Der Sommer ist da – und es wird Urlaub gemacht: Die Bundesbürger:innen verreisen trotz gestiegener Lebenshaltungs- und Reisekosten – und nehmen hierfür sogar deutliche Einsparungen im Alltag in Kauf, wie aus dem Allianz Partners International Travel Confidence Index hervorgeht. Unter den 1.045 Umfrage-Teilnehmenden aus Deutschland plante eine Mehrheit von 66 Prozent, bis September 2025 eine Urlaubsreise anzutreten. Von den 34 Prozent der Befragten, die in diesem Sommer keine Reise planen, nennt über die Hälfte finanzielle Gründe: 52 Prozent geben an, sich keinen Urlaub leisten zu können, und 29 Prozent empfinden die Reisekosten als zu hoch. 58 Prozent der Befragten sind bereit, ihre Ausgaben für Freizeitaktivitäten wie Restaurantbesuche, Theater, kulturelle Veranstaltungen, Fitnessstudio oder TV-Abonnements zu reduzieren, um sich den Urlaub leisten zu können. Immer mehr Reisende berücksichtigen Umweltgefahren wie Überschwemmungen und Megabrände bei der Auswahl des Urlaubsziels (57 Prozent. Zudem sind 58 Prozent bereit, mehr Geld für umweltfreundliche Unterkünfte und Transportmittel auszugeben, um ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. VERZICHT FÜR BERUF PRÄGT PERSÖNLICHKEIT – UND UMGEKEHRT Fotos: iStockPhoto (3) 35 PROFILE 4/2025
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