© Björn Wylezich/stock.adobe.com Kommentierte Pressestimmen In den vergangenen Wochen stand ein Thema besonders stark im Fokus der Presseberichte: die Einkommensrunde 2026 des öffentlichen Dienstes der Länder. Eine Einigung konnte zwischenzeitlich erzielt werden, die Gewerkschaften fordern nun, dass die Ergebnisse des Tarifkompromisses auch auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Doch neben den wichtigen Tarifverhandlungen gab es weitere erwähnenswerte Themen in der Berichterstattung: Das Bundeskabinett beschloss die Novelle der Bundeslaufbahnverordnung, die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ wurden veröffentlicht und die SPD forderte ein Social-Media-Verbot für Jugendliche. < Novellierung der Bundeslaufbahnverordnung beschlossen Das BMI informierte auf seiner Homepage über den Bundeskabinettsbeschluss zur Novelle der Bundeslaufbahnverordnung, mit der das Laufbahnrecht des Bundes eine Modernisierung erfährt. Es erfolgten eine Vereinfachung des Laufbahnwechsels sowie eine Stärkung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung im öffentlichen Dienst. Die wesentlichen Schwerpunkte der Verordnung seien zum einen die Eröffnung am konkreten Bedarf orientierter Sonderzugänge und zum anderen neue Möglichkeiten für die förderliche Weiterentwicklung bis ins spätere Lebensalter. BMI, Pressemitteilung vom 11. Februar 2026. Der dbb und auch der vbob sehen in der Novellierung spürbare Verbesserungen für die Beamtinnen und Beamten. Viele Punkte, für die die Gewerkschaften gekämpft haben, finden sich in der Verordnung wieder. Heini Schmitt, Fachvorstand Beamtenpolitik und stellvertretender Vorsitzender des dbb, betonte: „Ein besonderer Erfolg unserer gewerkschaftlichen Arbeit ist, dass wir die ersatzlose Streichung der Bestenförderung verhindern konnten.“ dbb News-Archiv, Meldung vom 20. Februar 2026 < Weniger als zehn Prozent der Gewalterfahrungen werden angezeigt Ein Großteil von Gewalterfahrungen in Deutschland komme nicht zur Anzeige. Die Quote sei unabhängig von der Form der verübten Gewalt durchgehend niedrig und liege meist unter zehn Prozent. Innerhalb von (Ex-)Partnerschaften lägen die Anzeigequoten psychischer und körperlicher Gewalt sogar unter fünf Prozent. Das sei ein zentrales Ergebnis der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“, die das Bundeskriminalamt in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat. Neben dem Geschlecht spiele auch das Alter bei Gewalterfahrungen eine Rolle. Junge Menschen seien nahezu von allen Gewaltformen deutlich häufiger betroffen als ältere Menschen. Jüngeren Personen würde Gewalt besonders häufig durch sexuelle Belästigung, in Form von digitaler Gewalt und verabreichten K.-o.-Tropfen widerfahren. Bundesfamilienministerin Karin Prien: „Die Zahlen machen sichtbar, was lange im Verborgenen lag: Das Dunkelfeld bei partnerschaftlicher und sexualisierter Gewalt ist riesig. Gewalt ist kein Randphänomen, sie betrifft Millionen Menschen in unserem Land. Fast jede sechste Person erlebt körperliche Gewalt in der Partnerschaft – und 19 von 20 Taten werden nicht angezeigt.“ BKA-Präsident Holger Münch: „Mit LeSuBiA liegen erstmals umfassende geschlechterübergreifende Dunkelfelddaten zu Gewalterfahrungen in Deutschland vor. Mit dieser belastbaren Datenbasis trägt die Studie zu einer gezielten Weiterentwicklung von Schutz- und Hilfsangeboten bei. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass mehr Betroffene den Mut finden, Gewalt anzuzeigen, um Unterstützung zu erhalten.“ Die Ergebnisse von LeSuBiA sollen eine verlässliche empirische 10 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | März 2026
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==