dung, zur Übernahme zusätzlicher Aufgaben und zur aktiven Mitgestaltung von Veränderungsprozessen. Viele Beschäftigte wollen ihre berufliche Entwicklung bewusst vorantreiben und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig werden diese Potenziale durch strukturelle Hemmnisse eingeschränkt. Fehlende Zeit, unzureichende finanzielle Mittel und mangelnde strategische Personalentwicklung erschweren nachhaltige Qualifizierung. Hinzu kommen Defizite in Kommunikation, Führung und Entscheidungsstrukturen. Lange Entscheidungswege, geringe Agilität und fehlende Wertschätzung werden als Belastung wahrgenommen. Diese Faktoren gefährden langfristig Motivation, Innovationsfähigkeit und die Bindung qualifizierter Beschäftigter an den öffentlichen Dienst. Behördenspiegel, 8. Januar 2026 > Potenziale nutzen statt Motivation verlieren: Aus Sicht des vbob bestätigt der Beitrag, dass der öffentliche Dienst über engagierte und verantwortungsbewusste Beschäftigte verfügt. Damit dieser Gestaltungswille nicht verloren geht, braucht es gezielte Investitionen in Qualifizierung, moderne Führung und echte Beteiligungsmöglichkeiten. < Besoldung als Staatsaufgabe – Diskussion um mehr Geld für Beamte Die Debatte um die Beamtenbesoldung gewinnt durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts erheblich an Bedeutung. Das Gericht stellte fest, dass die Alimentation über Jahre hinweg nicht amtsangemessen war und damit gegen das Grundgesetz verstieß. Der Staat ist somit verpflichtet, diesen verfassungswidrigen Zustand zu beenden und die Besoldung anzupassen. Innenminister Alexander Dobrindt kündigt eine zeitnahe Umsetzung und eine rückwirkende Anpassung an. Gewerkschaften fordern eine Erhöhung um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Diese Forderung wurde bereits vor Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erhoben und wird mit gestiegenen Lebenshaltungskosten begründet. Kritiker warnen vor hohen Haushaltsbelastungen, Befürworter verweisen auf die rechtliche Verpflichtung des Staates. Die Diskussion verdeutlicht, dass finanzielle Verlässlichkeit ein zentraler Faktor für Vertrauen, Motivation und langfristige Personalbindung im öffentlichen Dienst ist. Berliner Zeitung, 15. Januar 2026 > Rechtssicherheit und Wertschätzung sichern: Eine amtsangemessene Besoldung ist keine politische Gefälligkeit, sondern eine verfassungsrechtliche Verpflichtung. Der vbob bewertet die angekündigten Schritte als wichtiges Signal der Anerkennung. Faire Bezahlung stärkt Motivation, Attraktivität und Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. < Debatte um Verbeamtung – Sparvorschläge mit Risiken Die CDU-Mittelstandsunion fordert eine Einschränkung des Berufsbeamtentums und will Verbeamtungen künftig auf klar definierte hoheitliche Aufgaben beschränken. Begründet wird dies mit steigenden Pensionslasten, langfristigen Haushaltsrisiken und Wettbewerbsnachteilen für die Privatwirtschaft. Auch von einem „aufgeblähten Staatsapparat“ ist die Rede. Zwar zeigen Studien steigende Versorgungsausgaben für Pensionen und Beihilfen, Gewerkschaften und Fachverbände warnen jedoch vor einer verkürzten Kostenbetrachtung. Eine „Entbeamtung“ würde kurzfristig keine Einsparungen bringen, sondern neue finanzielle Belastungen verursachen, etwa durch höhere Bruttogehälter, Sozialabgaben und Zusatzversorgung für Angestellte. Darüber hinaus werden negative Folgen für Motivation, Bindung und Fachkräftesicherung befürchtet. Das Berufsbeamtentum gilt weiterhin als wichtiger Garant für Neutralität, Kontinuität und Verlässlichkeit staatlichen Handelns. news.de, 19. Januar 2026 > Langfristige Staatsfähigkeit im Blick behalten: Aus vbob Sicht greifen pauschale Sparvorschläge zu kurz. Ein leistungsfähiger Staat benötigt verlässliche Beschäftigungsverhältnisse und attraktive Rahmenbedingungen. Statt das Berufsbeamtentum grundsätzlich infrage zu stellen, sind nachhaltige Lösungen gefragt, die Fachkräfte sichern und staatliche Aufgaben dauerhaft gewährleisten. lb 11 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
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