SENIOREN Zahlungsmittel Bargeld muss bleiben Ohne Umwege zur Teilhabe – Zugang leicht gemacht Am 4. und 5. Mai 2026 lädt der dbb zum 6. Forum Inklusion und Teilhabe ins dbb forum berlin ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Teilhabe für Menschen mit Behinderungen einfacher, verlässlicher und möglichst „aus einer Hand“ organisiert werden kann. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Sozialverwaltung diskutieren wir, wie Leistungen besser verzahnt, Zuständigkeiten transparenter gestaltet und bürokratische Hürden abgebaut werden können. Impulse liefern unter anderem eine Bundestags-Podiumsdiskussion zur Idee des „One-Stop-Shop“, ein wissenschaftlicher Blick auf Leistungserbringung aus einer Hand im föderalen System sowie Praxisberichte aus der Rehabilitation. Es erwarten Sie hochkarätige Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Neben Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel, werden Prof. Felix Welti von der Universität Kassel sowie die inklusionspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. Am zweiten Veranstaltungstag bietet sich neben Best-PracticeBeispielen die Möglichkeit, konkrete Fragen mit Expertinnen und Experten aus der Sozialverwaltung zu diskutieren. Das Forum richtet sich insbesondere an Schwerbehindertenvertretungen, Personalräte, Interessenvertretungen und Fachöffentlichkeit, die Inklusion nicht nur fordern, sondern konkret gestalten wollen. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz. Die Teilnahmegebühr beträgt 199 Euro. Das Forum Inklusion und Teilhabe ist als Schulungs- und Bildungsmaßnahme im Sinne des § 179 Abs. 4 SGB IX beim Landesamt für Gesundheit und Soziales – Integrationsamt – anerkannt worden. Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter folgendem Link: t1p.de/forum_inklusion. 6. Forum Inklusion und Teilhabe Selbstbedienungskassen funktionieren oft nur mit Kartenzahlung, manche Geschäfte und Restaurants lehnen Bargeld ab und Geldautomaten werden weniger. Ein breites Bündnis aus Verbraucherschutz-, Sozial-, Wohlfahrts- und Wirtschaftsverbänden warnt vor dem Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen – insbesondere der Kinder, Älteren, aber auch von Menschen in prekären Lebenslagen und Menschen mit Behinderungen. Das Bündnis fordert in seinem Appell an die Bundesregierung ein Gesetz zum Schutz des Bargelds mit Akzeptanzpflicht sowie kostenfreiem, barrierefreiem Zugang in angemessener Nähe. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, deren Mitglied auch die dbb bundesseniorenvertretung ist, hat den Appell mitunterzeichnet. Das Verbändebündnis unterstreicht die Bedeutung von Bargeld für die gesellschaftliche Teilhabe, das soziale Miteinander, die finanzielle Bildung und den Schutz der Privatsphäre sowie seine Funktion als krisenfestes, verlässliches Zahlungsmittel. In ländlichen Regionen müssen Verbraucherinnen und Verbraucher weitere Wege zurücklegen, um Bargeld zu erhalten. Zudem schafft die Postbank die Möglichkeit ab, Sozialleistungen per Scheck in bar auszuzahlen, was ein gravierendes Problem für armutsbetroffene Menschen ohne Konto darstellt. Für den Handel und das Handwerk steigen auf der anderen Seite die Kosten für die Annahme von Bargeldzahlungen und das Bereithalten von Wechselgeld. Das Einzahlen von Bargeldeinnahmen wird erheblich schwieriger und teurer, weil Banken die Zahl an Geldautomaten und Bankfilialen reduzieren. Setzt sich die Entwicklung fort, könnte Bargeld bald nicht mehr als Zahlungsmittel nutzbar sein. Das gilt es aus Sicht der Initiatoren zu verhindern. Eine Gesellschaft ohne Bargeld schließt nicht nur Menschen aus, sondern ist, etwa bei lang anhaltenden Stromausfällen, Cyberangriffen oder Naturkatastrophen, verwundbarer. „Unser Ziel ist, dass alle Menschen in Deutschland wählen können, wie sie bezahlen möchten – digital oder bar. Niemand soll ausgeschlossen werden, weil er oder sie bar zahlen möchte oder muss“, heißt es im Appell. _ Bar zu zahlen ist ein barrierearmer Weg, um Waren und Dienstleistungen zu erwerben – und für viele Menschen die einzig mögliche Zahlungsform. Im Alltag mit Bargeld zu bezahlen und Zugang zu Bargeld zu haben, wird auch in Deutschland immer schwieriger. © Unsplash.com/Getty Images © fotolia.com/Dóri O‘connell Einkommensrunde abgeschlossen Tarifeinigung mit der Autobahn GmbH Nach intensiven, aber konstruktiven Verhandlungen hat der dbb ein tragfähiges Ergebnis für die Beschäftigten der Autobahn GmbH erzielt. Für die Beschäftigten der Autobahn GmbH gibt es demnächst 7,8 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 360 Euro. dbb-Vize und Verhandlungsführer Andreas Hemsing betonte am 26. Februar 2026 in Berlin: „Der Kern des Ergebnisses ist die lineare Erhöhung in drei Schritten, die mit 7,8 Prozent am Ende sogar deutlich über unseren Forderungen liegt. Ein kumulierter Mindestbetrag von 360 Euro ist wichtig, damit auch die unteren Entgeltgruppen Reallohnerhöhungen erzielen können.“ Die Laufzeit beträgt 26 Monate. Die linearen Steigerungen teilen sich wie folgt auf: 3,4 Prozent zum 1. Mai 2026, mindestens aber 150 Euro. 2,4 Prozent zum 1. Januar 2027, mindestens aber 120 Euro. 2,0 Prozent zum 1. Januar 2028, mindestens aber 90 Euro. Auch für Auszubildende hat der dbb Verbesserungen erreicht: Die Ausbildungsentgelte steigen zum jeweiligen Zeitpunkt zunächst um 75 Euro, anschließend um weitere 50 Euro sowie zum 1. Januar 2028 nochmals um 2 Prozent. Bei einem guten oder sehr guten Abschluss der internen Ausbildung erfolgt die unbefristete Übernahme direkt in Erfahrungsstufe 2. Hemsing weiter: „Natürlich ist eine Tarifeinigung immer ein Kompromiss und nicht alle Forderungen sind in Erfüllung gegangen. Dennoch konnten wir die Einkommen in vielen Bereichen spürbar verbessern. Hinzu kommen soziale Komponenten wie eine betriebliche Krankenzusatzversicherung und die Altersteilzeit. Zudem werden auch die Zuschläge für ständige Schichtarbeit auf monatlich 100 Euro und für Wechselschicht auf 200 Euro angehoben. Diese Maßnahmen sind in den gefährlichen und körperlich fordernden Berufen der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten wertvolle Entlastungen und Absicherungen.“ Hermann-Josef Siebigteroth, Bundesvorstand des VDStra., der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten, dankte den Beschäftigten, die über die letzten Wochen überall in Deutschland demonstriert und gestreikt haben: „Wir waren in dieser Verhandlungsrunde sichtbar wie noch nie. Wir haben landauf, landab ordentlich Druck gemacht und das hat bei der Arbeitgeberin auch Eindruck hinterlassen. Ohne die Beschäftigten funktioniert die Infrastruktur nicht. Das Ergebnis zeigt, dass das die Autobahn GmbH auch erkannt hat.“ Erfolgreicher Abschluss: Die dbb-Verhandlungskommission stimmte dem Tarifkompromiss am 26. Februar 2026 zu. © Dominik Schindera AKTUELL 19 vbob Magazin | dbb seiten | März 2026
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