vbob Magazin 3/2026

<Dr. Kai Preißmann, Präsident Kay Scheller, Simone Schleicher (Moderatorin), Jochen Nagel, Frank Gehlen < Künstliche Intelligenz (KI) – ein Zukunftsthema „Wie setzt der BRH KI ein und warum finden Schulungen nur in Präsenz statt?“ Präsident Kay Scheller hob die erhebliche Bedeutung des Einsatzes von KI hervor und führte aus, dass dieses Thema im BRH strategisch angegangen werde. Maßgeblich sei, KI nutzbringend zu verwenden, Akzeptanz bei den Beschäftigten zu schaffen und die Systeme technologisch zu transferieren. Der BRH habe eine Leitlinie für den Einsatz von KI geschaffen, um auch die Wirtschaftlichkeit der eigenen Aufgabenerfüllung zu erhöhen. Er dankte allen, die zum Gelingen der Nutzung von KI beitragen beziehungsweise beigetragen haben. Der vbob Bundesvorsitzende Frank Gehlen arbeitete aus Sicht der Gewerkschaften die Chancen von KI heraus. Angesichts des Fachkräftemangels und der demografischen Entwicklung könne die Digitalisierung zur Arbeitsentlastung der Beschäftigten beitragen und zudem Bürokratie abbauen. Er mahnte jedoch, unter anderem den Beschäftigtendatenschutz zu wahren und Mitbestimmungsverfahren durchzuführen, um die Beschäftigten partizipativ einzubinden. Dr. Kai Preißmann erläuterte die notwendige sukzessive Beschaffung von Lizenzen für den Einsatz von KI, mit dem die Schulungen einhergingen. Für die Durchführung in Präsenz spräche der bessere Dialog mit den Lehrkräften sowie den Kolleginnen und Kollegen. Jochen Nagel erkannte die Möglichkeit von Arbeitserleichterungen durch KI durch die Entlastung von prüfungsfremden Aufgaben. Er erwartete Verhandlungen über eine Dienstvereinbarung. Darin sollten unter anderem Fragen des Beschäftigtendatenschutzes, des Schutzes vor Überwachung durch die Technik und der Abgrenzung der Verantwortung zwischen Menschen und Maschine geregelt werden. < Karriere in turbulenten Zeiten Die Moderatorin Simone Schleicher fragte Frank Gehlen, welche aktuellen Entwicklungen sich bei Besoldung, Laufbahnrecht und Haushalt auf die Beschäftigten auswirken. Frank Gehlen berichtete vom Einsatz des vbob, um den Aufstieg für besonders leistungsstarke Beamtinnen und Beamten zu erhalten (§ 27 Bundeslaufbahnverordnung – BLV). Das Bundesinnenministerium beabsichtige, die BLV zu reformieren und dabei den Leistungsaufstieg – zumindest für oberste Bundesbehörden – nach einer kurzen Übergangsfrist abzuschaffen. Damit stelle sich das Dienstrechtsressort gegen die Ziele des Koalitionsvertrags auf mehr Durchlässigkeit. Der vbob werde sich weiter im parlamentarischen Raum und im Bundeskanzleramt für die Beschäftigten einsetzen. Dies sei angesichts des Fachkräftemangels, der zahlreichen unbesetzten Planstellen und pauschaler Stelleneinsparun- © Bernd Herden (3) © Pressestelle BRH 5 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | März 2026

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