GEWERKSCHAFT BUNDESBESCHÄFTIGTE MAGAZIN dbb Jahrestagung Starker Staat – wie krisenfest und bürgernah sind wir wirklich? mit dbb seiten 1/2 Januar/Februar 2026 • 76. Jahrgang
< Editorial Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht … Die Art und Weise, wie die politischen Parteien und die (Boulevard-)Medien immer wieder und gerade zurzeit intensiv mit der Fragestellung des Berufsbeamtentums umgehen, macht mich sprachlos. Eines der vielen Beispiele: Im Vorfeld des CDU-Parteitages kündigt die Vorsitzende der CDUMittelstandsvereinigung (der politischen Heimat des CDU-Generalsekretärs Linnemann) an, den Antrag einzubringen, Verbeamtungen flächendeckend nicht mehr durchzuführen, mit Ausnahme von Polizei und Justiz, „die diesen Staat tragen“, und folgt damit letztlich den Aussagen und Forderungen Linnemanns. Zur Begründung führt sie (öffentlich) aus: „Der Staat darf kein attraktiverer Arbeitgeber sein als der Mittelstand. Damit verzerren wir den Arbeitsmarkt auf Kosten der Betriebe, die unseren Wohlstand erwirtschaften.“ Sagt eine ausgebildete Rechtsanwältin und Berufspolitikerin, die seit 24 Jahren im Deutschen Bundestag sitzt, augenblicklich Parlamentarische Staatssekretärin in einer obersten Bundesbehörde ist, staatlicherseits mit B 11 und den Abgeordnetendiäten vergütet wird und sich trefflich von der Arbeit derjenigen durch das Berufsleben tragen lässt, die sie gerne zugunsten der mittelständischen Industrie abschaffen will. Unglaublich, oder? Welches Staatsverständnis kann man Politik noch unterstellen? Bundesinnenminister Dobrindt hat in Köln gesagt, er wisse, dass es auch innerhalb der Bundesregierung andere Auffassungen zum Berufsbeamtentum gäbe und er stelle sich diesen entgegen. Jetzt wissen wir wieder ein Stück mehr, was oder wen er damit meinte. Uns hat er in der klaren Haltung für den Erhalt des Berufsbeamtentums jedenfalls an seiner Seite. Sie haben vielleicht mitbekommen, dass das immer noch in Gründung befindliche Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung ein Mitmachportal eingerichtet hat, in welchem Vorschläge beispielsweise für den Bürokratieabbau gemacht werden können. Auch wir sammeln derzeit Vorschläge und Ideen zum Bürokratieabbau und haben unseren Partnern in der Bundespolitik zugesagt, diese unmittelbar einzuspeisen. Haben Sie konkrete Vorschläge, wie sich Ihre Arbeit beispielsweise durch Streichung oder Neu-/Umformulierung von Regelwerk vereinfachen oder erleichtern könnte? Leiten Sie diese gerne an uns weiter, ich freue mich darauf. Im Jahr 2026 beginnen auch die Vorbereitungen für den Gewerkschaftstag des vbob im Juni 2027. Daher trifft sich der Bundesvorstand zu einer ersten Präsenztagung im Zusammenhang mit dem Jahresauftakt des vbob. Gemeinsam beginnen wir nun die Planungen für den vbob in den kommenden sieben Jahren. Anregungen, Ideen und Vorschläge sind selbstverständlich auch seitens der Mitglieder, der Fachgruppen und aus den Kreisen der vbob Mandatsträgerinnen und Mandatsträger möglich und erwünscht. Als Mitmachorganisation brauchen wir auch Ihrer aller Ideen. Mit besten Grüßen Ihr Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich hoffe mit meinen Kolleginnen und Kollegen des Bundesvorstandes für Sie auf ein gesundes, friedliches und erfolgreiches neues Jahr 2026! Für uns im vbob vollenden sich im Juni 75 Jahre Interessenvertretung für die Beschäftigten in der Bundesverwaltung. Wir blicken gemeinsam mit Stolz auf die Entwicklung unserer Gewerkschaft Bundesbeschäftigte und planen auch in diesem Jubiläumsjahr eine Vielzahl von Aktionen und Begegnungsformaten, die wir Ihnen als Mitglied jeweils einzeln ankündigen und dazu einladen werden. Unsere Mitgliederwerbeaktion im Jubiläumsjahr ist bereits gestartet und verspricht für Werbende ebenso wie für Geworbene neben den Vorteilen einer Mitgliedschaft im vbob auch attraktive Werbeprämien. Sie finden Nachrichten hierzu auch auf Facebook, Instagram und LinkedIn. Schauen Sie vorbei, teilen und liken Sie uns. Werben Sie weiter Mitglieder mit uns. Wir freuen uns auf ein gemeinsames und aktives Jubiläumsjahr des vbob! Der Arbeitsalltag hat uns mit der Jahrestagung des dbb am 12./13. Januar 2026 bereits eingeholt. Trotz wetterbedingter Kapriolen mit Wirkung auf die DB haben auch die Teilnehmenden unserer vbob Delegation rechtzeitig Köln erreicht. Beginnend mit dem Empfang in der Kölner Flora und mit zweitägiger Arbeitstagung inklusive prominenter Redner aus Bundes- und Landespolitik sind die Themen zu Anfang des neuen Politikjahres für den öffentlichen Dienst gesetzt. Lesen Sie hierzu gerne den Leitartikel in dieser Ausgabe. Auch 2026 stehen wir wieder vor der Herausforderung, die merkwürdige Allianz von Politik und Medien im Bereich des Bashings des Berufsbeamtentums mit Sachverstand und Fakten zu durchbrechen. Hinzu kommt ein Bundeskanzler, der das Arbeitszeitgesetz abschaffen und die Lebensarbeitszeit verlängern möchte, die Rentenkommission wird ständig parteipolitisch beatmet und soll „unabhängige“ Ergebnisse liefern und viele weitere Entwicklungen. © Reimo Schaaf Frank Gehlen Bundesvorsitzender 3 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
< dbb <Nachrichten – dbb Bundeshauptvorstand: Heini Schmitt zum neuen Fachvorstand Beamtenpolitik gewählt 13 <Tarifpolitik – Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder: Zukunftsfähigkeit in Gefahr 14 <Interview – Alexander Dobrindt, Bundesminister des Innern: „Wir sind dabei, das Personal- und Dienstrecht auf den neuesten Stand zu bringen“ 18 <dbb Jahrestagung 2026 – Gewerkschaftspolitischer Auftakt: Starker Staat – krisenfest und bürgernah 20 <Broschüre – dbb Monitor öffentlicher Dienst 2026: Neue Aufgaben – abnehmende Personalstärke 24 <Beamte – Neuerungen in der Bundesbeihilfeverordnung, Teil I: Bearbeitung soll schneller werden 25 <Vor Ort – dbb-Chef besucht Zoll auf dem Frankfurter Flughafen: 600 000 Pakete pro Tag 28 <Europa – Europäischer Abend: Verteidigungsbereitschaft nicht nur militärisch denken 30 < Impressum Herausgeber des vbob Magazins: Bundesvorstand vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte. Dreizehnmorgenweg 36, 53175 Bonn. Telefon: 0228.9579653. Telefax: 0228.9579654. E-Mail: vbob@ vbob.de. Internet: www.vbob.de. Hauptstadtbüro Berlin. Friedrichstraße 169, 10117 Berlin. Telefon: 030.40816900. Telefax: 030.40816930. E-Mail: anne.hoffmann@vbob.de. Bundesvorsitzender: Frank Gehlen. Redaktion: Anne-Katrin Hoffmann, Friedrichstraße 169, 10117 Berlin. Telefon: 030.40816900. Telefax: 030.40816930. Titelfoto: © PhotoSG – stock.adobe.com. Herausgeber der dbb Seiten: Bundesleitung des dbb beamtenbund und tarifunion – Bund der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und des privaten Dienstleistungssektors – Friedrichstraße 169, 10117 Berlin. Telefon: 030.4081-40. Telefax: 030.4081-5598. Internet: www.dbb.de. Leitender Redakteur: Jan Brenner (br). Bezugsbedingungen: Das vbob Magazin erscheint zehnmal im Jahr und wird allen vbob Mitgliedern im Rahmen der Mitgliedschaft gegen Beitrag geliefert. Nichtmitglieder bestellen in Textform beim DBB Verlag. Inlandsbezugspreis: Jahresabonnement 55,10 Euro zzgl. 10,20 Euro Versandkosten, inkl. MwSt.; Mindestlaufzeit 1 Jahr. Einzelheft 6,30 Euro zzgl. 2,20 Euro Versandkosten, inkl. MwSt. Abonnementkündigungen müssen bis zum 1. Dezember in Textform beim DBB Verlag eingegangen sein, ansonsten verlängert sich der Bezug um ein weiteres Kalenderjahr. Verlag: DBB Verlag GmbH. Internet: www.dbbverlag.de. E-Mail: kontakt@dbbverlag.de. Verlagsort und Bestellanschrift: Friedrichstraße 165, 10117 Berlin. Telefon: 030.7261917-0. Telefax: 030.7261917-40. Layout: Dominik Allartz. Anzeigen: DBB Verlag GmbH, Mediacenter, Dechenstraße 15 a, 40878 Ratingen. Telefon: 02102.74023-0. E-Mail: mediacenter@dbbverlag.de. Anzeigenleitung: Marion Clausen, Telefon: 030.7261917-32, E-Mail: marion.clausen@dbbverlag.de. Anzeigendisposition: Britta Urbanski, Telefon: 02102.74023-712. Preisliste 67 (dbb magazin) und Preisliste 46 (vbob Magazin), gültig ab 1.1.2026. Druckauflage dbb magazin: 549265 (IVW 4/2025). Anzeigenschluss: 6 Wochen vor Erscheinen. Herstellung: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG DruckMedien, Marktweg 42–50, 47608 Geldern. ISSN 1437-997X <Jahrestagung des dbb in Köln: „Streit ist der Sauerstoff der Freiheit“ 4 <Mitgliederwerbeaktion: Ab jetzt zählt’s – Mitglieder werben Mitglieder 7 <Aus den Fachgruppen: Waffelbacken für den guten Zweck 8 Duft von Solidarität – Waffelbacken beim vbob 9 <Kommentierte Pressestimmen 10 <Im Dialog mit … … Ralph Brinkhaus, CDU/CSU-Bundestagsfraktion 12 <Wir gratulieren 12 < Inhalt Jahrestagung des dbb in Köln „Streit ist der Sauerstoff der Freiheit“ Mit einer Abordnung hat der vbob Bundesvorstand an der diesjährigen Jahrestagung des dbb teilgenommen. Diese fand 2026 letztmalig in Köln statt, ab dem kommenden Jahr wird die Jahrestagung verkürzt und in Berlin stattfinden. Mit dem Empfang in der besonderen Umgebung der Kölner Flora begann am Sonntagabend die Tagung mit dem Netzwerken unter den Gästen des dbb. Der dbb Vorsitzende Volker Geyer begrüßte die Gäste und dankte dem Sponsor und Kooperationspartner des dbb für die erneute Unterstützung bei der Finanzierung der Abendveranstaltung. Auch die Abordnung des vbob nutzte die Jahresauftaktveranstaltung des dbb für Gespräche in edlem Ambiente. Am Montag begann die Tagung mit der Begrüßung durch die stellvertretende Bundesvorsitzende Milanie Kreutz, bevor der neue Kölner Oberbürgermeister Burmester eine im Vergleich zu den Vorjahren gute und politische Begrüßungsrede an die Teilnehmenden richtete. Volker Geyer hielt seine erste programmatische Rede als dbb Bundesvorsitzender. Unter dem Applaus der Teilnehmenden forderte er darin ein klares Bekenntnis der Bundes- und Landespolitik zum Berufsbeamtentum als Garant für Sicherheit, Demokratie und Bürgernähe des Staates. Er forderte den Bundesinnenminister dazu auf, die Urteile des Bundesverfassungsgerichtes zur amtsangemessenen Alimentation ebenso umzusetzen wie die gesetzliche Übertragung des Tarifabschlusses. Es werde dazu endlich Zeit, die Wochenarbeitszeit der Bundesbeamten wieder auf die Wochenarbeitszeit der Tarifbeschäftigten zurückzuführen. <Die Mitglieder des Bundesvorstandes, Ludwig Hofmann, Claudia Goeke, Hans-Georg Schiffer, Anna Diegeler-Mai, Frank Gehlen und Yannik Bayerle (von links), nahmen an der Arbeitstagung teil. © vbob 4 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
< Bekenntnis zum Berufsbeamtentum Bundesinnenminister Alexander Dobrindt bekannte sich in seiner Rede klar für den Erhalt des Berufsbeamtentums und setzte sich sowie seinem Bundesinnenministerium und der Bundesregierung eine Frist von wenigen Wochen zur gemeinsamen Fertigstellung der Alimentationsgesetzgebung nebst der gesetzlichen Regelung zur Übertragung des Tarifergebnisses aus 2025 auf die Bundesbeamten. Es sei nach seiner Auffassung die Frage einer leistungsgerechten Entlohnung. Es gehe nicht an, dass diese wichtige Frage über Jahre nicht entschieden werden kann. Durch das Alimentationsurteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Berliner Alimentationsregelung ist kurzfristig eine weitere Verzögerung eingetreten. Die abschließende Überprüfung der Konsequenzen der Vorgaben des Verfassungsgerichtes auf den erarbeiteten Vorschlag habe nun etwas Zeit gebraucht. Die Regelung zur Übertragung des Tarifergebnisses und die Neuregelung der Alimentation werde in wenigen Wochen fertig sein, in der Bundesregierung beschlossen und vorgestellt. Der Bundesminister verurteilte zudem die Angriffe auf Beschäftigte des öffentlichen Dienstes und forderte eine schnellere Bestrafung für die Täter. Auf die journalistische Frage nach seiner Beurteilung etwaigen staatlichen Versagens beim mehrtägigen Stromausfall in Berlin verwies der Minister auf die falsche Fragestellung. Es gehe hier um einen linksterroristischen Anschlag und nicht um Versagen Berliner Behörden. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bekräftigte in seiner Rede ebenfalls den notwendigen Erhalt des Berufsbeamtentums. Hätte man das Berufsbeamtentum nicht, so müsste man es zur Resilienz staatlichen Handelns neu erfinden. In NRW sei es für ihn selbstverständlich, keine Zweifel daran zuzulassen. Einheitliches staatliches Handeln auf Basis standardisierter Prozesse und Werkzeuge, wie es die Modernisierungsagenda des Bundes und der föderalen Modernisierungsagenda vorsehe, sei längst überfällig und werde in der Zielvorstellung voll durch die Landesregierung NRW unterstützt. Der Ministerpräsident bot, wie der Kölner Oberbürgermeister, ebenfalls seine Teilnahme an der Tagung des dbb in Berlin an. Digitalminister Karsten Wildberger stellte die notwendigen Veränderungen auf Basis der Modernisierungsstrategie des Bundes und der Länder vor. In einer auf die Rede folgenden Paneldiskussion versuchten die Teilnehmenden, die gemeinsame Herausforderung der Staatsmodernisierung – auch aus föderaler Perspektive – <Im Panel zum Thema „Staatsmodernisierung im Fokus“ diskutierten Volker Geyer, Gudrun Grieser, Mitglied des nationalen Normenkontrollrates, Dr. André Berghegger, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Digitalminister Karsten Wildberger und Moritz Heuberger, Bündnis 90/Die Grünen, mit Moderatorin Anke Plättner. <Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hält eine spannende Rede und bekennt sich deutlich zum Berufsbeamtentum. © Marco Urban, dbb (2) 5 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
und den Hintergrund der Digitalisierung auf konkrete Beispiele herunterzubrechen. Dabei wurde die Dringlichkeit, Notwendigkeit und die vorhandene Bereitschaft zu Reformen bekundet, mit der EUDI-Wallet und dem i-Kfz nur zwei bis Ende 2026 bereits laufende konkrete Beispiele genannt. Über die Schwierigkeiten mit der eingeführten elektronischen Patientenakte oder die Möglichkeit von Umstellungsschwierigkeiten bei der Digitalisierung wie zu Beginn des Jahres beispielsweise beim Bundeszentralamt für Steuern in der Beamtenbesoldung NRW, hier wurden erstmalig seitens der Krankenversicherer die Beiträge automatisch eingespielt und die Besoldung falsch berechnet, wurde nicht gesprochen. < „Streit ist der Sauerstoff der Freiheit“ Den dritten Tag hatte der dbb unter das Motto staatlicher Resilienz gestellt. Mit einem besonderen Vortrag von Prof. Dr. Dr. Michel Friedman zur Frage des Schutzes von Demokratie und Verfassung gegen offen dagegenwirkende Kräfte weltweit und in Deutschland begann der Vormittag außergewöhnlich emotional. Die Begeisterung für unsere Demokratie und unser Grundgesetz sowie die darin geregelten Grundlagen des Zusammenlebens in Deutschland bildeten dabei den Kern des Vortrages. „Streit ist der Sauerstoff der Freiheit“, so formulierte Prof. Friedman die Aufforderung, sich zum Schutz der Werte der Verfassung gegen Störer aktiv zu zeigen und sich nicht der Gleichgültigkeit gegenüber radikalen Tendenzen zu verschreiben. Den Abschluss bildete die Diskussion über Zivil- und Katastrophenschutz, Prävention und die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung wirksamer Schutzmaßnahmen. Hier verwiesen die Podiumsteilnehmenden auch auf die Rolle der zumeist kritischen Berichterstattung durch die Presse und in sozialen Medien, dort mit steigendem Anteil sogenannter Fake News. Mehr und ausführlicher dazu auf den dbb Seiten. fg <Volker Geyer, dbb Bundesvorsitzender, mit Frank Gehlen und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt © Friedhelm Windmüller <Prof. Dr. Dr. Michel Friedman hält eine emotionale Rede zu Demokratie und Haltung jedes Einzelnen. © Marco Urban, dbb 6 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
Mitgliederwerbeaktion Ab jetzt zählt’s – Mitglieder werben Mitglieder 2026 feiert der vbob seinen 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass haben wir vom 1. Januar 2026 bis 31. Dezember 2026 eine Mitgliederwerbeaktion ins Leben gerufen. Das können Werbende und Neumitglieder in unserem Jubiläumsjahr gewinnen. Unter allen Werbenden werden verlost: > 1. Preis: Urlaubsgutschein in Höhe von 400 Euro > 2. Preis: Wunschgutschein in Höhe von 200 Euro > 3. Preis: Wunschgutschein in Höhe von 100 Euro Je häufiger der Name des werbenden Mitglieds in der Lostrommel enthalten ist, umso größer wird die Chance auf einen Gewinn. Natürlich gibt es daneben die Werbeprämie in Höhe von 15 Euro von Ihrer Fachgruppe. Auch die Fachgruppen haben wieder die Chance, zu gewinnen. Zum einen Mitglieder und zum anderen erhält die erfolgreichste Fachgruppe 300 Euro für eine Veranstaltung ihrer Wahl. Natürlich gehen auch die neu geworbenen Mitglieder nicht leer aus. Neben dem Gewinn, Mitglied einer starken Gemeinschaft geworden zu sein, werden unter allen Neumitgliedern im Aktionszeitraum drei Warengutscheine im Wert von je 100 Euro ausgelost. Zudem können Neumitglieder sich im dbb vorteilsClub registrieren und für drei Jahre eine kostenfreie Auslandskrankenversicherung oder einen 15 Euro Einkaufsgutschein erhalten. Nähere Informationen gibt es im Begrüßungsschreiben an unsere Neumitglieder. Einzige Bedingung: Keinen Aus- und Wiedereintritt während des Aktionszeitraums. _ © Björn Wylezich – stock.adobe.com © Niken – stock.adobe.com © vbob 7 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
Aus den Fachgruppen Waffeln backen für den guten Zweck Am 26. November 2025 fand im Bundesministerium des Innern (BMI) eine besondere Aktion der vbob Fachgruppe 16 statt: Unter dem Motto „Waffeln backen für den guten Zweck“ wurden frisch gebackene Waffeln gegen eine Spende ausgegeben. Zahlreiche Beschäftigte des Hauses beteiligten sich durch ihren Besuch und ihre Unterstützung. Am Ende des Tages konnte eine Spendensumme von 810 Euro zugunsten der Kältehilfe der Johanniter Berlin – Ohlauer 365: Johanniter-Notübernachtung – übergeben werden. < Gemeinsam aktiv für Menschen ohne Schutz und Wärme Die Aktion fand großes Interesse und stieß auf viel positive Resonanz. Die Waffelstation im Foyer des Ministeriums wurde zu einem Ort des Austauschs und der Begegnung. Besonders erfreut zeigte sich die Fachgruppe über den Besuch des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Herrn Dr. Bernd Fabritius, der sich persönlich ein Bild der Aktion machte. Am Ende der Aktion kamen 810 Euro zusammen, was eindrucksvoll zeigt, dass viele Beschäftigte des BMI bereit sind, über ihren Arbeitsalltag hinaus Verantwortung für gesellschaftliche Themen zu übernehmen. „Wir möchten als vbob zeigen, dass Solidarität nicht bei gewerkschaftlichen Themen endet. Auch gesellschaftliches Engagement gehört zu unserem Selbstverständnis“, so die Organisatorinnen und Organisatoren der Fachgruppe 16. < Besonderer Dank an die Beschäftigten des BMI Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die die Aktion durch ihre Spendenbereitschaft unterstützt haben. Viele Beschäftigte nahmen sich trotz voller Terminkalender die Zeit, am Waffelstand vorbeizuschauen, ins Gespräch zu kommen und einen Beitrag zu leisten. Dieses Engagement hat maßgeblich dazu beigetragen, dass eine so hohe Spendensumme erreicht werden konnte. Es zeigt, wie stark Zusammenhalt und soziale Verantwortung im Haus verankert sind. < Wer sind die Johanniter und was leistet die Kältehilfe Berlin? Die Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. ist einer der zentralen Träger der Wohnungslosen- und Kältehilfe in Berlin. In der Einrichtung „Ohlauer 365: Johanniter-Notübernachtung“ erhalten Menschen ohne festen Wohnsitz einen sicheren Schlafplatz, eine warme Mahlzeit, medizinische Erstversorgung sowie soziale Beratung – und das 365 Tage im Jahr. Die niedrigschwellige Ausrichtung ermöglicht schnelle und unkomplizierte Hilfe für Menschen in akuten Notlagen. Gerade in den Wintermonaten sind Einrichtungen wie diese stark ausgelastet. Jede Spende trägt dazu bei, lebensnotwendige Angebote wie Schlafplätze, Hygienemöglichkeiten oder warme Getränke bereitzustellen. < Direkt spenden – jederzeit möglich Wer die wichtige Arbeit der Johanniter zusätzlich unterstützen möchte, kann dies jederzeit tun: https://www.johanniter.de/ spenden/projekte-deutschland/ soziale-projekte/wohnungslosenhilfe-in-berlin/ Jeder Beitrag hilft, Menschen in akuter Not ein Stück Sicherheit und Würde zu geben. dk <Auch Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, ließ es sich nicht nehmen, mit Dirk Kremer ins Gespräch zu kommen. © FG BMI (2) <Evelyn Woite, Dirk Kremer, Bettina Bresan-Wolf und Stefan Günther waren die fleißigen Helferlein am Waffeleisen. 8 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
< Waffeln backen für den guten Zweck Übergabe des Spendenschecks an die Johanniter Berlin im BMI Am 17. Dezember 2025 fand im Bundesministerium des Innern (BMI) die Übergabe des Spendenschecks aus der Aktion „Waffeln backen für den guten Zweck“ statt. Die dabei gesammelte Spendensumme in Höhe von 810 Euro kommt der Kältehilfe der Johanniter Berlin zugute. Der Erlös fließt insbesondere in Angebote wie die Johanniter- Notübernachtung Ohlauer 365, die wohnungslosen Menschen ganzjährig Schutz, Wärme und grundlegende Versorgung bietet. Für die vbob Fachgruppe 16 im BMI überreichte Dana Petrowski, Mitglied im erweiterten Vorstand der Fachgruppe, gemeinsam mit Staatssekretär Bernd Krösser den symbolischen Spendenscheck. Entgegengenommen wurde dieser von den beiden Vertretern der Johanniter Berlin, Herrn Dr. Jörge Bellin, Koordinator Wohnungslosen- und Obdachlosenhilfe, und Herrn Gunnar Franke vom Johanniter-Regionalverband Berlin. Die Übergabe des Spendenschecks unterstrich erneut die Bedeutung gemeinschaftlichen Engagements innerhalb des BMI. Die Aktion zeigte, wie durch freiwilligen Einsatz und Solidarität ein konkreter Beitrag zur Unterstützung wohnungs- und obdachloser Menschen in Berlin geleistet werden kann. Die vbob Fachgruppe 16 bedankt sich bei allen Beschäftigten des BMI, die durch ihre Spendenbereitschaft und ihr Engagement zum Erfolg der Aktion beigetragen haben, sowie bei den Johannitern Berlin für ihre wichtige Arbeit in der Kältehilfe. FG BMI <Spendenübergabe im BMI (von links): Gunnar Franke (Johanniter- Regionalverband Berlin), Dana Petrowski (Mitglied im erweiterten Vorstand der vbob Fachgruppe 16), Staatssekretär Bernd Krösser sowie Dr. Jörge Bellin (Koordinator Wohnungslosen- und Obdachlosenhilfe der Johanniter Berlin) © FG BMI Duft von Solidarität – Waffeln backen im BMWE Wer am 4. Dezember 2025 durch die Flure des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) ging, konnte ihm nicht entkommen: Dem warmen, süßen Duft frisch gebackener Waffeln. Heute hat der vbob zu einem Pausentreff eingeladen – und einige aktive Mitglieder durften sich in diesem Jahr die Schürze umbinden und als Waffelbäcker*in für die Kolleginnen und Kollegen am Eisen stehen. Schon kurz nach Beginn bildete sich eine fröhliche Schlange. Zwischen Warten, Plaudern und Lachen entstanden genau jene Momente, die unseren Arbeitsalltag menschlicher machen. Viele nutzten die Gelegenheit, um sich mit Vertreter*innen des vbob auszutauschen, Fragen zu stellen oder einfach einmal jenseits des Büros ins Gespräch zu kommen. Das Waffelbacken ist mehr als eine nette Geste. Es zeigt, wofür wir als Gewerkschaft stehen: Gemeinschaft, Austausch und gegenseitige Unterstützung. Gerade in herausfordernden Zeiten wird deutlich, wie wichtig ein starker Zusammenhalt ist – und manchmal beginnt dieser Zusammenhalt eben mit einer warmen Waffel in der Hand. Ein herzliches Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut haben, an das Organisationsteam und an diejenigen, die beim Spülen tapfer unterstützt haben. Der nächste vbob Pausenmoment kommt bestimmt – und bis dahin bleibt uns der süße Duft der Solidarität noch ein wenig in Erinnerung. FG BMWE <Mit viel Spaß und Engagement bereiteten die Kolleginnen und Kollegen der Fachgruppe den Beschäftigten des BMWE eine kleine Freude. © FG BMWE 9 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
© Björn Wylezich/stock.adobe.com Kommentierte Pressestimmen Die aktuellen Pressestimmen zeigen den öffentlichen Dienst und die Gewerkschaften in einer Phase tiefgreifender Umbrüche. Wirtschaftliche Krise, Transformation, Fachkräftemangel und steigende Erwartungen an staatliche Leistungsfähigkeit prägen die Debatte. Während Gewerkschaften zwischen Verantwortung und Durchsetzungskraft abwägen müssen, rücken Fragen nach Attraktivität des öffentlichen Dienstes, fairer Bezahlung und dem Stellenwert des Berufsbeamtentums in den Mittelpunkt. Die folgenden Artikel beleuchten diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und machen deutlich, wie wichtig eine starke Interessenvertretung und verlässliche Rahmenbedingungen für die Beschäftigten sind. < Gewerkschaften unter Druck – zwischen Streik und Verantwortung Der Artikel beschreibt eine ambivalente Lage der Gewerkschaften in Deutschland. Zwar ist die Zahl der Streiktage seit den 2000er-Jahren gestiegen, das Arbeitskampfvolumen bleibt im internationalen Vergleich jedoch moderat. Dies wird vor allem auf die traditionell starke Sozialpartnerschaft, institutionalisierte Tarifbeziehungen und vergleichsweise stabile Konfliktlösungsmechanismen zurückgeführt. Auch methodische Unterschiede bei der Erfassung von Streiktagen schränken internationale Vergleiche ein. Der jüngste Anstieg der Streikaktivitäten hängt eng mit inflationsbedingten Verteilungskonflikten zusammen, durch die Reallohnverluste ausgeglichen werden sollten. Diese Phase ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Gleichzeitig verschärfen Rezession, Strukturwandel und industrielle Transformation die wirtschaftliche Lage. Besonders betroffen sind exportorientierte Branchen wie die Metall-, Elektro- und Chemieindustrie, in denen Arbeitsplatzabbau droht. Industriegewerkschaften stehen dadurch vor dem Zielkonflikt zwischen Einkommenssicherung und Beschäftigungsschutz und zeigen zunehmende Bereitschaft zu krisengerechten Abschlüssen. Diese Entwicklung wird auch als Ausdruck gewerkschaftlicher Verantwortung interpretiert, birgt jedoch Risiken für Mitgliederbindung und Status. Zugleich verlagert sich das Streikgeschehen stärker in den Dienstleistungssektor. Politisch gibt es punktuelle Unterstützung, etwa durch Kurzarbeit oder industriepolitische Maßnahmen, während nachhaltige Schritte zur Stärkung der Tarifbindung ausbleiben. Handelsblatt, 22. Dezember 2025 > Stabilisierende Rolle in unsicheren Zeiten: Der Artikel verdeutlicht, dass Gewerkschaften gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen Verantwortung übernehmen. Eine ausgewogene Tarifpolitik trägt zur sozialen Stabilität bei und schützt Beschäftigte vor den Folgen tiefgreifender Umbrüche. Für den öffentlichen Dienst ist diese vermittelnde Rolle besonders bedeutsam. < Motiviert, aber ausgebremst – Beschäftigte im öffentlichen Dienst Das Fach- und Führungskräftebarometer zeichnet ein differenziertes Bild des öffentlichen Dienstes. Trotz hoher Arbeitsbelastung, Personalmangels und langsamer Digitalisierung ist die Motivation vieler Beschäftigter hoch. Sie identifizieren sich stark mit der gesellschaftlichen Bedeutung ihrer Arbeit und sehen ihre Tätigkeit als wichtigen Beitrag zum Funktionieren staatlicher Aufgaben. Besonders deutlich wird die Bereitschaft zur Weiterbil10 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
dung, zur Übernahme zusätzlicher Aufgaben und zur aktiven Mitgestaltung von Veränderungsprozessen. Viele Beschäftigte wollen ihre berufliche Entwicklung bewusst vorantreiben und Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig werden diese Potenziale durch strukturelle Hemmnisse eingeschränkt. Fehlende Zeit, unzureichende finanzielle Mittel und mangelnde strategische Personalentwicklung erschweren nachhaltige Qualifizierung. Hinzu kommen Defizite in Kommunikation, Führung und Entscheidungsstrukturen. Lange Entscheidungswege, geringe Agilität und fehlende Wertschätzung werden als Belastung wahrgenommen. Diese Faktoren gefährden langfristig Motivation, Innovationsfähigkeit und die Bindung qualifizierter Beschäftigter an den öffentlichen Dienst. Behördenspiegel, 8. Januar 2026 > Potenziale nutzen statt Motivation verlieren: Aus Sicht des vbob bestätigt der Beitrag, dass der öffentliche Dienst über engagierte und verantwortungsbewusste Beschäftigte verfügt. Damit dieser Gestaltungswille nicht verloren geht, braucht es gezielte Investitionen in Qualifizierung, moderne Führung und echte Beteiligungsmöglichkeiten. < Besoldung als Staatsaufgabe – Diskussion um mehr Geld für Beamte Die Debatte um die Beamtenbesoldung gewinnt durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts erheblich an Bedeutung. Das Gericht stellte fest, dass die Alimentation über Jahre hinweg nicht amtsangemessen war und damit gegen das Grundgesetz verstieß. Der Staat ist somit verpflichtet, diesen verfassungswidrigen Zustand zu beenden und die Besoldung anzupassen. Innenminister Alexander Dobrindt kündigt eine zeitnahe Umsetzung und eine rückwirkende Anpassung an. Gewerkschaften fordern eine Erhöhung um sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Diese Forderung wurde bereits vor Beginn der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst erhoben und wird mit gestiegenen Lebenshaltungskosten begründet. Kritiker warnen vor hohen Haushaltsbelastungen, Befürworter verweisen auf die rechtliche Verpflichtung des Staates. Die Diskussion verdeutlicht, dass finanzielle Verlässlichkeit ein zentraler Faktor für Vertrauen, Motivation und langfristige Personalbindung im öffentlichen Dienst ist. Berliner Zeitung, 15. Januar 2026 > Rechtssicherheit und Wertschätzung sichern: Eine amtsangemessene Besoldung ist keine politische Gefälligkeit, sondern eine verfassungsrechtliche Verpflichtung. Der vbob bewertet die angekündigten Schritte als wichtiges Signal der Anerkennung. Faire Bezahlung stärkt Motivation, Attraktivität und Funktionsfähigkeit des öffentlichen Dienstes. < Debatte um Verbeamtung – Sparvorschläge mit Risiken Die CDU-Mittelstandsunion fordert eine Einschränkung des Berufsbeamtentums und will Verbeamtungen künftig auf klar definierte hoheitliche Aufgaben beschränken. Begründet wird dies mit steigenden Pensionslasten, langfristigen Haushaltsrisiken und Wettbewerbsnachteilen für die Privatwirtschaft. Auch von einem „aufgeblähten Staatsapparat“ ist die Rede. Zwar zeigen Studien steigende Versorgungsausgaben für Pensionen und Beihilfen, Gewerkschaften und Fachverbände warnen jedoch vor einer verkürzten Kostenbetrachtung. Eine „Entbeamtung“ würde kurzfristig keine Einsparungen bringen, sondern neue finanzielle Belastungen verursachen, etwa durch höhere Bruttogehälter, Sozialabgaben und Zusatzversorgung für Angestellte. Darüber hinaus werden negative Folgen für Motivation, Bindung und Fachkräftesicherung befürchtet. Das Berufsbeamtentum gilt weiterhin als wichtiger Garant für Neutralität, Kontinuität und Verlässlichkeit staatlichen Handelns. news.de, 19. Januar 2026 > Langfristige Staatsfähigkeit im Blick behalten: Aus vbob Sicht greifen pauschale Sparvorschläge zu kurz. Ein leistungsfähiger Staat benötigt verlässliche Beschäftigungsverhältnisse und attraktive Rahmenbedingungen. Statt das Berufsbeamtentum grundsätzlich infrage zu stellen, sind nachhaltige Lösungen gefragt, die Fachkräfte sichern und staatliche Aufgaben dauerhaft gewährleisten. lb 11 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
Im Dialog mit … … Ralph Brinkhaus, CDU/CSU-Bundestagsfraktion Über die Frage der Digitalisierung der Verwaltung und der diesbezüglichen Ansichten und Ziele der CDU/CSU-Fraktion tauschten sich der Bundesvorsitzende Frank Gehlen und der Obmann der Fraktion im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung im Deutschen Bundestag, MdB Ralph Brinkhaus, ausführlich aus. Ralph Brinkhaus verwies dabei auf das gewünschte schnellere Tempo bei der Umsetzung und die nach Auffassung der Fraktion auch machbaren sowie messbaren Veränderungen zugunsten von Bürgerinnen und Bürgern im Kontakt mit der Verwaltung hin. Auch die Wirtschaft brauche Entbürokratisierung und Verfahrensbeschleunigungen. Bundesvorsitzender Gehlen betonte, dass nicht die Verwaltung und die dort Beschäftigten für ständig steigende Komplexität Verantwortung tragen, sondern seitens der Legislative immer komplexer werdende Regelwerke diese verursachen. Hier könnten auch die Parlamente durch Streichung oder Unterlassung hilfreich entgegenwirken. Einig waren sich beide, dass die Weiterentwicklung von Staat und Verwaltung – auch durch die Digitalisierung – ein wichtiges und prioritäres Ziel unter anderem mit Blick auf staatliche Resilienz ist. Der vbob steht dabei als Gesprächspartner für die Politik zur Verfügung und bringt sich aktiv in den Prozess mit ein. fg <Noch vor der Weihnachtspause konnte Frank Gehlen MdB Ralph Brinkhaus im Jakob-Kaiser-Haus besuchen und sich lange mit ihm über das Fortschreiten der Digitalisierung in der Bundesverwaltung austauschen. © vbob Wir gratulieren … Ehrung im vbob mit einer Urkunde 40 -jährige Mitgliedschaft > Heinz-Peter Becher vbob Fachgruppe Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (5) > Emmerich Schneider vbob Fachgruppe Bundesministerium des Innern Bonn, Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (6) Liebe Kolleginnen und Kollegen, seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018, dürfen wir Ihnen nur noch im Heft gratulieren, wenn Sie pro-aktiv Ihr Einverständnis geben. Wenn Sie also auch einmal hier stehen möchten und wir Ihnen offiziell zu Ihrem 25-, 40-, 50-, oder 60-jährigen Jubiläum gratulieren dürfen, dann schreiben Sie uns eine kurze Mail mit Ihrem Einverständnis zur Veröffentlichung. Denn: Nähe ist unsere Stärke! © volff/colnihko – stock.adobe.com 12 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Januar/Februar 2026
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