vbob Magazin 7-8/2026-light

Bundesvorsitzender Frank Gehlen setzte zu Beginn den Rahmen und wies darauf hin, dass die vergangenen Jahrzehnte von tiefgreifenden Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Verwaltung geprägt waren. Der vbob habe diese Entwicklungen nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet. Ob bei der Weiterentwicklung des Tarif- und Beamtenrechts, bei der Stärkung der Mitbestimmung oder bei der Modernisierung der Bundesverwaltung – der vbob sei stets eine verlässliche Stimme für seine Mitglieder. Eine Stimme, die gehört worden sei und die auch heute immer noch mitrede – unaufgeregt, aber klar und deutlich. Kompetenz und Verlässlichkeit, vor allem aber die Nähe zu ihren Mitgliedern seien zentrale Leitmotive des vbob. Neben dem historischen Ambiente der Redoute wurde von Teilnehmenden wie Gästen auch das damit ausgedrückte starke Bekenntnis zur Bundesstadt Bonn geschätzt. Staatssekretär Bernd Krösser (BMI) machte klar, dass auch die Bundesregierung am Standort Bonn festhalte – und das BMI sogar in ihn investiere. Auch Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei NRW, hob die Bedeutung von Bonn hervor: „Wenn wir kein zweites bundespolitisches Zentrum hätten, wir müssten es erfinden.“ Bonn sei ein Kraftzentrum, das die Bundeshauptstadt ergänze und die Resilienz des Staates insgesamt erhöhe. Auch Bürgermeisterin Nicole Unterseh wies auf die wichtigen, engen Verbindungen von Bundesbediensteten und Bonn hin. Beide Seiten würden profitieren. Alle Rednerinnen und Redner unterstrichen, dass der öffentliche Dienst vor schwierigen Herausforderungen stünde; das Berufsbeamtentum, aber auch der öffentliche Dienst insgesamt stünden unter Druck. Eine schwierige Debattenkultur, die Beamtinnen und Beamte – oft basierend auf Halbwissen oder Falschaussagen – kritisch bewertet, gleichzeitig aber die zentrale Rolle von Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht anerkennt, wurde häufig bedauert. Frank Gehlen machte klar: „Die Demokratie ist es wert, dass wir uns für sie einsetzen.“ Staatssekretär Bernd Krösser nahm diese Aussage auf und führte aus: „Die Beschäftigten sind entscheidend für die Frage, wie der Staat wahrgenommen wird.“ Der Staat sei ein abstraktes Gebilde, doch Menschen machten ihn fühlbar und erlebbar. Die Arbeit jeder und jedes Beschäftigten sei deshalb für das Vertrauen in den 5 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | Juli/August 2026

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