die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Ich empfinde als Bundesinnenminister große Freude und einen tiefen Dank dafür, dass wir in Deutschland so viele Menschen haben, die sich freiwillig für das Wohl aller engagieren.“ Neben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und THWPräsidentin Sabine Lackner sprachen außerdem der ehrenamtliche THW-Bundessprecher Wolfgang Lindmüller, Martin Gerster (MdB), Präsident der THW-Bundesvereinigung e. V., sowie Katja Dörner, die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn. Bundespräsident FrankWalter Steinmeier sendete eine Videobotschaft, in der er das Engagement des Ehrenamtes lobte. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 75-Jahr-Feier des THW wurde am 17. Mai 2025 der 669. THW-Ortsverband gegründet. Das THW VOST (Virtual Operations Support Team) ist eine digital vernetzte Einheit und der erste rein virtuelle Ortsverband des THW. Die Helferinnen und Helfer des VOST tragen im Einsatzfall lagerelevante Informationen online zusammen. < Die Entstehung des THW Nach Auflösung der 1919 von Otto Lummitzsch gegründeten Technischen Nothilfe durch die Hauptsiegermächte im Jahre 1945 wurde Lummitzsch am 22. August 1950 vom damaligen Bundesminister des Innern, Gustav Heinemann, beauftragt, unter der Bezeichnung „Ziviler Ordnungsdienst“ eine ähnliche Organisation für die Bundesrepublik aufzubauen. Hieraus sollte sozusagen eine Nachfolge der Technischen Nothilfe geschaffen werden. Im Oktober 1951 wurde die Bezeichnung „Technisches Hilfswerk“ (THW) offiziell. In Erinnerung an die Erfahrungen mit der Technischen Nothilfe waren die Anfangsjahre des THW unter anderem durch Konflikte mit den Arbeitnehmervertretenden gekennzeichnet. Insbesondere der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie die IG Metall sahen im neu aufgestellten THW primär eine „Streikbrecher-Organisation“. Somit ergibt sich eine traditionell prägende Verbindung zwischen dem THW und den Gewerkschaften. Das THW wurde seinerzeit mit dem Auftrag gegründet, die Bevölkerung vor Kriegsauswirkungen zu schützen und die Folgen des Zweiten Weltkriegs zu beseitigen. Die Notwendigkeit des nicht militärischen Schutzes der Zivilbevölkerung vor Kriegseinwirkungen und deren Beseitigung waren die hauptsächlichen Gründe für die Schaffung dieser Organisation. Mit dem gesetzlichen Auftrag wird heute direkt Bezug auf das Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz genommen und damit auf die enge Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Aufgabenbewältigung im Verteidigungsfall. Zur Erfüllung dieser Aufgabe stellt das THW flächendeckend Einrichtungen und Einheiten auf, die aus freiwilligen Helferinnen und Helfern gebildet werden. < Der Aufbau Die 50er-Jahre standen im Zeichen des Aufbaus des THW in den ehrenamtlich getragenen Ortsverbänden, die ein bundesweites Netz an Standorten immer enger knüpften. 1953 ging das THW bereits in seinen ersten Auslandseinsatz – eine Sturmflut in den Niederlan © THW/Marcel Kroker (2) <Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und THW-Präsidentin Sabine Lackner beim Festakt zum 75. Jubiläum des THW 5 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte
RkJQdWJsaXNoZXIy Mjc4MQ==