vbob Magazin 9/2021

Der schnellste Weg zur Beihilfe Mit der Beihilfe-App hat das Bundesverwaltungs­ amt eine Erfolgsgeschichte in Sachen Nachhaltig­ keit und Digitalisierung geschrieben. Schon die Hälfte der Anträge wird darüber gestellt. Als Dienstleister war und ist es für das Bundesverwal­ tungsamt (BVA) wichtig, die Leistungen möglichst einfach für die Kundinnen und Kun­ den anzubieten und dabei alle digitalen Möglichkeiten zu nutzen. So lag es nahe, auch für die Bearbeitung von Beihilfeanträgen eine App zu entwickeln. Seit dem Jahr 2018 ist die App „Beihilfe Bund“, die sowohl im Google Play Store als auch im Apple Store zur Verfügung steht, im Einsatz und hat große Akzep­ tanz gefunden. Mehr als 175000 Berechtigte stellen ihre Anträge per App – über die Hälfte aller Anträge wird auf diesemWeg eingereicht. Insgesamt konnten auf Basis von App-Anträgen bereits über 1600000 Bescheide erstellt werden. < anwendungs- freundlich, agil und sicher Die Erfolgsgeschichte basiert auf dem gemein­ samen Engagement von Management, Beihilfe- Fachabteilung und IT, die die Beihilfe-App im Rah­ men eines agilen Pro­ jekts entwickelt haben und laufend weiterent­ wickeln. Die Arbeitswei­ se nach der „Scrum“-Me­ thode zählt zu den Prinzipien der App-Ent­ wicklung im BVA. Hierbei stehen gleichberechtigt die aktuellen techni­ schen Entwicklungen, die fachlichen Anforderun­ gen und die Benutzer­ freundlichkeit im Fokus. In einem Bereich, in dem es um besondere perso­ nenbezogene Daten geht, sind außerdem die Einhal­ tung der DSGVO und eine kontinuierliche Orientierung an den Vorgaben des BSI zur IT-Sicherheit sehr wichtige Aspekte. Die Beihilfe-App kann von den Beihilfe- oder Versor­ gungsempfängern, die Kunden des BVA sind, auf mehreren Geräten installiert werden, ob Smartphone oder Tablet, Android oder iOS. Wer die App nutzen möchte, muss sich zunächst registrieren und kann dann reine Beihilfe­ anträge, also Anträge ohne Änderung von Stammdaten, schnell und unkompliziert einreichen. Die Belege wer­ den fotografiert und wenn nötig durch besondere Hin­ weise ergänzt. Der Antrag wird direkt an die richtige Beihilfestelle geleitet und dort bearbeitet. Durch den elektronischen Posteingang konnte die Beihilfebearbeitung effizien­ ter gestaltet werden und unterstützt das Ziel einer durchgehend digitalen, me­ dienbruchfreien und work­ flowgesteuerten Bearbei­ tung. Dabei ist die Entwicklung der App fachlich und inhaltlich noch nicht abgeschlossen. Seit Sommer letzten Jahres ist es möglich, den Bescheid zusätzlich zum Papierversand in der App abzurufen und dort auch zu speichern. Aktu­ ell werden täglich etwa 3000 Bescheide bereitgestellt. Als nächster Schritt ist es da­ her nur folgerichtig, dass der Bescheid ausschließlich auf elektronischemWeg zugestellt wird. Das spart Papier und Post­ laufzeiten. Allerdings wird es möglich sein, den Bescheid aus der App auf dem Smart­ phone zu speichern und diesen an den pri­ vaten Mail-Account weiterzuleiten. Diese Stufe ist für Ende des Jahres avisiert und wird das BVA in Sachen Nachhaltigkeit und Digitalisierung einen weiteren großen Schritt nach vorne bringen. Für die Nut­ zenden wird damit ein komplett digitaler und anwendungsfreundli­ cher Weg eröffnet, die Dienstleistung des Bundesverwaltungs­ amtes in Anspruch zu nehmen. Die Beihilfe-App des BVA www.bva.bund.de/beihilfe-app © BVA (3) 12 vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte vbob Gewerkschaft Bundesbeschäftigte > vbob Magazin | September 2021

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